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Der Queue, eine Wissenschaft für sich

Der heute übliche Queue entstand im 18. Jahrhundert und wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Zuvor wurde Billard mit einem hammerähnlichen Stock gespielt und der Ball wurde durch einen Schlag in Bewegung versetzt. Das Anstoßen des Balls mit einem Queue erlaubt jedoch eine wesentlich präzisere Spielweise und hat sich daher schnell durchgesetzt.

Die wichtigste Erfindung war die Pomeranze im Jahre 1807 durch den Franzosen Francois Mingaud. Damit war es erstmals möglich, den Ball auch mit Effet zu spielen, das heißt ihm einen gezielten Drall zu versetzen, um seine Laufrichtung zu beeinflussen.

Ein eigener Queue ist immer von Vorteil

Auch wer ausschließlich in Billardhallen, Vereinen oder anderen Orten spielt, an denen er auf Gleichgesinnte trifft, sollte sich seinen eigenen Queue zulegen. Die in den Halle angebotenen Qeues sind meist stark benutzt und teilweise so beschädigt, dass keine rechte Spielfreude aufkommen will.

Hier im Lissy Onlineshop finden Sie ein breites Angebot an Queues für die unterschiedlichsten Anforderungen. Mit einem eigenen Queue ist man nicht nur besser vertraut und kann deutlich präziser spielen. Er lässt sich auch ganz gezielt nach den eigenen Vorlieben aussuchen.

Queues aus Holz, Kunststoff oder Aluminium

Anfangs bestand ein Queue grundsätzlich aus Holz. Daran hat sich auch heute noch nichts geändert. Es gibt jedoch auch Modelle aus Aluminium oder mit Glas- oder Kohlefasern verstärktem Kunststoff. Diese sind deutlich preisgünstiger und eignen sich daher vor allem für den Einsteiger oder den gelegentlichen Billard-Spieler.

Die Wahl der Holzart ist fast schon eine Philosophie. Jeder Spieler hat hier seine eigenen Vorlieben. Generell kann man jedoch sagen, je professioneller ein Spieler ist, desto eher tendiert er zu einem härteren Holz. Generell kann man sagen, dass sich ein weicheres Oberteil stärker durchbiegt als ein hartes. Mit einem weichen Oberteil fällt es leichter, dem Spielball Effet mitzugeben. Ein härteres Holz erlaubt jedoch ein genaueres Spiel. Es erfordert dafür eine bessere Stoßtechnik, um den gewünschten Effekt zu bewirken.

Für jede Spielart der passende Queue

Die verschiedenen Spielarten des Billardsports erfordern auch unterschiedliche Queues. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch unterschiedliche große Pomeranzen. Generell gesagt erreicht man mit einer kleineren Pomeranze einen feineren, differenzierteren Anstoß, während sich eine breitere Pomeranze eher für einen kräftigen Stoß eignet. Ein Grund, weshalb so mancher Profi auch mit unterschiedlichen Queues arbeitet..

Hart oder weich: das Oberteil

Das Oberteil eines Queues hat die Aufgabe, den Stoß des Spielers in der gewünschten Form an den Spielball weiterzugeben. Hier sorgt die bewusste Wahl einer härteren oder weicheren Holzart für die gewünschte Spieleigenschaft. Härteres, mehrfach geschichtetes Holz bewirkt zum Beispiel einen genaueren Stoß, während es mit einem weicheren Oberteil einfacher ist, Effet einzusetzen.

Ausgesprochene High-tech-Queues bestehen aus laminiertem Holz, das eine höhere seitliche Steifigkeit aufweist. Spezielle Low-deflection-Oberteile sind am vorderen Ende gewichtsreduziert ausgeführt oder weisen einen bewusst konischen Schaft auf.

Vorderes Ende mit Funktion: die Ferrule

Als Ferrule bezeichnet man das vordere Ende eines Queues, das meist aus Kunststoff, Elfenbein oder Messing gefertigt ist. Die Ferrule schützt den Rest des Queues vor Rissen und dämpft harte Stöße gezielt ab. Außerdem wird hier die Pomeranze befestigt.

Die Ferrule von Break- oder Jumpqueues unterscheidet sich von der eines normalen Spielqueues. Da diese Queues mehr Stoßkraft aushalten müssen, bestehen sie meist aus Stoffen mit höherer Festigkeit.

Im direkten Ballkontakt: die Pomeranze

Als Pomeranze bezeichnet man das vordere Ende eines Queues. Sie besteht aus Leder und ist in ein- und mehrlagigen Varianten lieferbar. Die Spitze wird normalerweise aufgeschraubt und ist damit leicht auswechselbar. Bei sehr hochwertigen Queues wird sie auch aufgeklebt.

Beim Poolbillard wird normalerweise ein Leder mit einem Durchmesser von 12 bis 13 mm, beim Snooker sind es 9 bis 10 mm und beim Carambolage-Spiel 11 mmt. Durch Abrunden und Aufrauen der Pomeranze nimmt diese mehr Kreide auf und dem Stoß kann mehr Effet mitgegeben werden.

Um eine bessere Annahme der Kreide durch die Pomeranze zu erreichen, wird diese mit einem Aufreiber aufgeraut. Das Schleifen der Pomeranze ist unvermeidlich, da ein neues oder abgestoßenes Leder die maximal mögliche Haftfläche verringert.

Auch bei den Pomeranzen gibt es Unterschiede zwischen weichen und harten Ausführungen. Je härter sie ist, desto leichter ist es, einen kräftigen Stoß auszuführen. Mit zunehmender Härte wird es allerdings immer schwieriger, einen Stoß mit viel Effet auszuführen.

Gezielte Führung: der Schaft

Der Schaft folgt dem Oberteil eines Queues und besteht bei hochwertigen Queues aus gut abgelagertem und schonend bearbeitetem Ahornholz. Oftmals wird hier auch mehrfach geschichtetes und gepresstes Holz verwendet. Da der Schaft beim Stoßen durch die Finger des Spielers geführt wird, muss er mit speziellen Pflege- und Reinigungsmitteln regelmäßig vom Schmutz der Billardkreise und dem Fett der Finger gesäubert werden.

Je nach Spielart unterscheiden sich die dafür geeigneten Queues auch beim Schliff des Schafts. Poolqueues haben entweder einen konischen oder einen parallelen Schliff. Snookerqueues hingegen werden ausschließlich konisch geschliffen.

Zwei Teile werden eins: der Joint

Das Verbindungsstück zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Queues nennt man Joint. Es besteht entweder aus Holz, Messing, Kunststoff, Elfenbein oder poliertem Stahl. Zur Verspannung der beiden Queue-Hältfen ist der Joint entweder mit einem Gewinde oder einem Schnellverschluss versehen.

Funktionale Dekoration: der Zierring

Der Zierring ist das untere Ende des Queue-Oberteils und wird direkt am Übergang zwischen sichtbarem Holz und der Verschraubung (Joint) angebracht.

Ursprung der Stoßkraft: das Unterteil

Bei einfachen Queues besteht das Unterteil aus einem einzigen massiven Holz. Meist gliedert es sich jedoch in drei Bereiche: Der Bereich zwischen Joint und Griff wird als Forearm bezeichnet. Der Griff selbst wird entweder mit einem Griffband aus Irish Linnen umwickelt oder ist in Nylon oder Leder ausgeführt. Das untere Ende das Queues wird von der Butt Cap gebildet.

Speziell beim Snooker-Spiel gibt es außerdem noch Verlängerungen und Brückenqueues. Sie sind bedingt durch die deutlich größere Fläche des Snooker-Tisches, um in besonderen Situationen optimal den Ball anstoßen zu können.

Zubehör für ein reibungsloses Spiel

Mit den richtigen Pflegemitteln leistet ein Queue viele Jahre lang uneingeschränkt seine Dienste. Dazu gehören spezielle Reiniger für den Schaft, die zuverlässig Öle, Talk, Wachs, Kreide und Schmutz entfernen. Außerdem gibt es Pflegesetz zur Aufbereitung und zum Abschleifen des Oberteils. Regelmäßig angewandt gleitet der Queue damit völlig widerstandslos durch die Finger.

Daneben bietet Lissy auch praktische Zubehörteile, wie Kreidehalter, Billardtücher, Queutaschen und Queukoffer.

Für jeden Spieler den richtigen Queue

Wer nur gelegentlich Billard spielt, hat andere Anforderungen an einen Queue als ein engagierter Spieler, der auch an Wettkämpfen teilnimmt. Lissy bietet daher hier im Online-Shop eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen an.

Wählen Sie den passenden Queue für Ihre Spielart. Entscheiden Sie sich für eine zeitgemäße Ausführung in Holz, Aluminium, Carbon oder einer Kombination unterschiedlicher Werkstoffe. Fragen Sie uns einfach, wenn Sie unsicher sind.